Kulinarisches Get-together in der Remise Amstetten

von Andreas Theuretzbacher.

Im April öffnete die altehrwürdige Remise in Amstetten seine Pforten für Fans 01Wassertumder guten Küche und zahlreiche Besucher folgten dem Aufruf. Bereits bei der Ankunft am Gelände wurde man vom imposanten, im Jahr 1908 erbauten Wasserturm empfangen. Dieser steht unter Denkmalschutz und soll auch für kommende Generationen erhalten bleiben.

Die für das Kulinarik Festival herausgeputzte Remise und die Sonne strahlten an diesem herrlichen Frühlingswochenende um die Wette. Somit kamen auch Sonnenanbeter voll auf ihre Kosten. Abseits des geschäftigen Treibens im Inneren der Remise boten sich im Hof eine Vielzahl an Liegen und Hängematten um in aller Ruhe Sonne zu tanken. In den schattigen Lokständen der Remise priesen zahlreiche Aussteller im beeindruckenden Ambiente ein umfangreiches Sortiment an Produkten. Von der regionalen Hirschwurst bis hin zur noch weitgehend unbekannten, aber immer beliebteren Jack Fruit. Bereits beim Eintritt wurde man von verschiedensten Gerüchen und Eindrücken begrüßt. Aus jeder Ecke wurde die Nase von einem anderen betörenden Aroma umweht. Vom rauchig-öligen Geruch der alten Werkstatt blieb nicht viel übrig. Das einzig Rauchige war das Aroma des im Smoker zubereiteten Fleisches. Daneben duftete das Röstaroma von frischem Kaffee, gepaart mit leckeren Cookies. Zwischen dem Verköstigen von Burgern, Sandwiches und Wraps mit regionalen und exotischen Zutaten bot es sich an, mit einem  schmackhaften Craft Beer, oder einer gebrauten Limonade mit den Ausstellern und anderen Besuchern des Festivals ins Gespräch zu kommen. Für das leibliche Wohl und Geselligkeit war an diesem Wochenende ausreichend gesorgt.

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Am ersten Aprilwochenende durfte die Remise noch einmal Drehscheibe sein. Eine Drehscheibe für Jung und Alt, Familie und Freunde, für Lebensmittelproduzenten, die ihr Handwerk leben und lieben, und für Kunden, die ein gutes Produkt noch zu schätzen wissen. Eine Drehscheibe für Menschen, welche ihre Erfahrungen teilen und miteinander eine schöne Zeit verbringen und genießen wollen. Die Remise als Ort, wo Menschen mit verschiedensten Hintergründen zusammen kommen, so wie einst jene Lokomotiven, die die Züge für ebendiese Besucher aus allen Himmelsrichtungen nach Amstetten zogen. Der Amstettener Bahnhof spielt aber auch heute – ohne Rundlokschuppen als Stall für die Loks der ÖBB – eine zentrale Rolle im Mostviertel und insbesondere für die Bezirkshauptstadt. Die Bahn prägt das Ortsbild der Stadt seit mehr als hundert Jahren. Die Remise soll einem neuen Stadtviertel mit Wohnungen weichen, der Abriss soll noch heuer beginnen. Die Gleise wurden schon im vergangenen Jahr demontiert. Dass der Denkmalschutz am historischen Rundlokschuppen scheinbar kein Interesse hat, verwunderte auch so manchen Gast des Kulinarik-Festivals.

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Bis zum Abriss werden noch einige Veranstaltungen die Remise beleben. Wer mehr Informationen dazu haben möchte, schaut am besten auf:

https://www.facebook.com/dieremiseamstetten/

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Egal welche Pläne die ÖBB und die Stadt Amstetten mit dem Bahnhofsgelände haben, auf jeden Fall bleibt uns die Remise in positiver Erinnerung. Als Teil unserer eigenen kleinen Geschichte.

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